. Niedersachsens beste Milcherzeuger: „Goldene Olga 2009“ geht nach Edewecht-Klein Scharrel

19. November 2009

Niedersachsens beste Milcherzeuger: „Goldene Olga 2009“ geht nach Edewecht-Klein Scharrel

Die Familie Oltmanns aus Klein Scharrel bei Edewecht im Ammerland hat es geschafft. Sie darf sich mit ihrem Milchviehbetrieb „Bester Milcherzeuger Niedersachsens 2009“ nennen. Gunda und Johann, Sabine und Gerrit Oltmanns erhielten heute im „Alten Kurhaus“ in Bad Zwischenahn aus den Händen des Niedersächsischen Landwirtschaftsministers Hans-Heinrich Ehlen die „Goldene Olga 2009“ und einen Geldpreis in Höhe von 3.500 Euro.

Für den zweiten Platz konnte der Minister die „Silberne Olga“ und 2.000 Euro an Annegret und Friedrich-Karl sowie Elke und Ralf Schröder aus Worpswede-Hüttenbusch im Landkreis Osterholz überreichen.

Die „Bronzene Olga 2009“ geht in diesem Jahr nach Rhede im Emsland: Dort können sich Heidi, Gerhard und Stephan Specker-Dünhöft über die hohe Auszeichnung und ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro freuen.

Hinter den drei Erstplatzierten sicherten sich Ulla, Remi und Stephan Stöppelmann aus Lingen/Emsland sowie Zwanette und Friedrich Kleine-Ruse aus Isterberg in der Grafschaft Bentheim Platz vier und fünf. Sie erhielten ein Preisgeld in Höhe von 1.000 beziehungsweise 500 Euro.

Darüber hinaus wurden neben den Erstplatzierten weitere acht Milcherzeuger aus verschiedenen Regionen Niedersachsens mit einer Urkunde geehrt. Sie hatten von der Kommission so hohe Punktzahlen bekommen, dass sie sich auf den Plätzen 6 bis 13 platzieren konnten.

Landwirtschaftsminister, Landvolkpräsident und Landesvorsitzende stellen Qualitätsarbeit und Wert des Lebensmittels heraus

Im Rahmen einer Festveranstaltung mit rund 140 geladenen Gästen hat die niedersächsische Milchwirtschaft heute im „Alten Kurhaus“ in Bad Zwischenahn die besten 13 ihrer insgesamt 13.700 Milchviehhalter mit dem „Milchlandpreis 2009“ geehrt. Im Mittelpunkt der Festansprachen des Niedersächsischen Ministers für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, Hans-Heinrich Ehlen sowie des Landvolkpräsidenten Werner Hilse und von Peter Cornelius, Vorsitzender der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V., stand die Anerkennung der unternehmerischen Leistung der Preisträger und deren Bemühen um ein vorbildlich hohes Qualitätsniveau in der Milcherzeugung.

„Der Milchlandpreis-Wettbewerb liefert wieder überzeugende Belege für das Qualitätsbewusstsein und die Leistungsfähigkeit unserer milcherzeugenden Betriebe in Niedersachsen. Dafür gebührt Ihnen Dank und Anerkennung“, lobte Minister Ehlen die Sieger.

„Mit dem Erzeugerwettbewerb haben wir einen hervorragenden Beitrag zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit unserer niedersächsischen Milchwirtschaft“, stellte Landvolkpräsident Werner Hilse in seiner Ansprache fest. „Der Milchlandpreis ist eine außergewöhnliche Ehrung und Bestätigung für ein hervorragendes Herdenmanagement. Die doch sehr unterschiedlichen Betriebsstrukturen der 13 Preisträger zeigen dabei eindrucksvoll, dass es verschiedene Wege zum unternehmerischen Erfolg gibt.“

„Siegerbetriebe repräsentieren das hohe Leistungsniveau der niedersächsischen Milchwirtschaft“

„Die Auszeichnung mit dem Milchlandpreis bestätigt den herausragenden Erfolg Ihrer täglichen Arbeit. Tiergesundheit, Milchqualität und ökonomischer Erfolg gehen bei Ihnen Hand in Hand. Durch die Teilnahme am Wettbewerb haben Sie dazu beigetragen, dass die guten bäuerlichen Produktionsmethoden positiv im Gespräch bleiben.“, stellte Peter Cornelius als Vorsitzender der Landesvereinigung der Milchwirtschaft (LVN) heraus.

„Ihre beeindruckende Kompetenz wird mit unserem Milchlandpreis und der Goldenen Olga in den gebührenden Vordergrund gestellt“, so Cornelius weiter. Eine Platzierung unter den Top 20 sei ein Aushängeschild für den ganzen Berufsstand und die verarbeitenden Molkereien, unterstrich der Vorsitzende die Bedeutung des Preises.

Der stellvertretende LVN-Vorsitzende Jan Heusmann motivierte seine Berufskollegen am Ende der Veranstaltung noch einmal dazu, mit der LVN weiterhin eine aktive Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, um Verbrauchern die tagtäglich „gelebte“ Qualitätsarbeit näher zu bringen. Gleichzeitig freute Heusmann sich darüber, „dass der Wettbewerb vor allem auch Raum für den intensiven Austausch zwischen Berufskollegen bietet und so die Betriebe der Teilnehmer auch langfristig nach vorn bringe.“

Fachjury beurteilte die Kandidaten

Eine Fachjury hat in den letzten Monaten alle Kandidaten, die sich für den Milchlandpreis beworben hatten und die sich für die Bewertung qualifizieren konnten, besucht und ausführlich analysiert. Im Vordergrund stand dabei die vorbildliche und erfolgreiche Betriebsführung, insbesondere hinsichtlich der Erzeugung hochwertiger Qualitätsmilch. Prämiert wurden jetzt also die Top-Milcherzeuger Niedersachsens.

Sponsoren unterstützen den Wettbewerb

Verlässlich und aktiv zeigen sich in diesem Jahr erneut die langjährigen Sponsoren des Milchlandpreises: die Maschinenfabrik Bernard Krone,  das Handelsunternehmen LVD Bernard Krone und die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Niedersachsen. „Wir sind immer wieder von der Professionalität und der positiven Einstellung der Preisträger beeindruckt und als Partner der Landwirtschaft sponsern wir daher gerne den Milchlandpreis – übrigens von Beginn an“, führte Ludger Gude Geschäftsführer des LVD Bernard Krone aus. „Die Volks- und Raiffeisenbanken unterstützen den Milchlandpreis-Wettbewerb insbesondere auch deshalb, weil sie sich eng mit der Milchwirtschaft als bedeutendem Wirtschaftsfaktor im norddeutschen Raum verbunden fühlen“, betonte Harald Lesch als Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Volks- und Raiffeisenbanken.

Gold: Familie Oltmanns aus Edewecht-Klein Scharrel –
Betrieb wird heute in der sechsten Generation bewirtschaftet

Mit dem 75 Hektar-Hof der Familie Oltmanns in Edewecht-Klein Scharrel wird ein Hof mit der „Goldenen Olga“ ausgezeichnet, auf dem zwei Generationen gemeinsam für eine schlagkräftige und optimale Betriebsführung sorgen. Der Hof Oltmanns im Ammerland ist seit 1805 im Familienbesitz. Ein reetgedecktes Wohnhaus von 1886 ist das Herzstück des Betriebes.

Die 86 Milchkühe erbringen mit einer durchschnittlichen Milchleistung von 9.460 Kilogramm pro Jahr (bei 4,14 Prozent Fett und 3,40 Prozent Eiweiß) eine deutlich über dem Landesdurchschnitt liegende Leistung. Die Milch wird an die Molkerei Ammerland eG geliefert. Insgesamt verfügt der Betrieb über eine Milchquote von 692.000 Kilogramm pro Jahr.

Neben den Milchkühen werden 73 Rinder als weibliche Nachzucht sowie 55 Mastbullen gehalten. Als Futtergrundlage stehen 50 Hektar Grünland und 23 Hektar Silomais zur Verfügung.

Silber: Der Hof der Familie Schröder aus Worpswede-Hüttenbusch
Seit der Gründung im Jahr 1756 in Familienbesitz

Die „Silberne Olga“ geht ebenfalls an einen Zwei-Generationen-Betrieb, der Schröder-3-GbR in Hüttenbusch im Teufelsmoor / Landkreis Osterholz. Der im Zuge der Moorkolonisation 1756 gegründete Hof wurde ständig weiterentwickelt und ist heute 203 Hektar groß. Neben 153 Hektar Ackerland, davon 120 Hektar Silomais und 33 Hektar Getreide, stehen dem Familienbetrieb rund 50 Hektar Grünland zur Verfügung. Zur Rindviehhaltung gehören 119 Milchkühe und 98 Rinder als weibliche Nachzucht.

Der Betrieb verfügt über eine Milchquote in Höhe von 870.000 Kilogramm pro Jahr. Die Milch wird an die Bremer Nordmilch eG geliefert. Die Milchleistung liegt bei 8.390 Kilogramm pro Kuh und Jahr (bei 4,20 Prozent Fett und 3,35 Prozent Eiweiß).

Bronze: Familie Specker-Dünhöft aus Rhede
Mit Melkhüske zusätzlich aktiv

Der Betrieb der Familie Specker-Dünhöft aus Rhede zeichnet sich ebenfalls als 2-Generationenbetrieb aus und sicherte sich den dritten Platz und damit die „Bronzene Olga“. Der Betrieb von Heidi und Gerhard Specker-Dünhöft sowie Sohn Stephan im „Dreiländereck“ Holland-Ostfriesland-Emsland wird in der vierten Generation bewirtschaftet. 1974 erfolgte die Aussiedlung mit damals 60 Kühen. Zum Zuchtbetrieb gehört seit längerer Zeit als weiterer Betriebszweig ein „Melkhüske“, mit dem Frau Specker-Dünhöft viel Öffentlichkeitsarbeit für die Milchwirtschaft der Region betreibt.

Insgesamt werden 85 Hektar bewirtschaftet. Neben 48 Hektar Grünland werden 37 Hektar als Acker mit Getreide und Mais genutzt. Zur Rindviehhaltung gehören 118 Milchkühe und die weibliche Nachzucht. Der Betrieb verfügt über eine Milchquote in Höhe von 980.000 Kilogramm pro Jahr. Die Milch wird an die Molkerei Humana Milchunion eG geliefert. Die Milchleistung liegt bei 9.630 Kilogramm pro Kuh und Jahr bei einem Fettgehalt von 4,00 Prozent und einem Eiweißgehalt von 3,44 Prozent.

Weitere Informationen und Bilder hier im Pressebereich.

gmc/LVN

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